P24

P24 - Suchverhalten bei Arbeitslosigkeit

 
Projektleiter:
Dr. Marco Caliendo, Institut Zukunft der Arbeit (IZA) Bonn
Dr. Arne Uhlendorff, Institut Zukunft der Arbeit (IZA) Bonn

Projektmitarbeiter:
Ricarda Schmidl, Institut Zukunft der Arbeit (IZA) Bonn

In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir den Übergangsprozess von Arbeitslo-sigkeit in Beschäftigung. Dabei konzentrieren wir uns einerseits auf die Bestim-mungsfaktoren des Reservationslohnes, andererseits auf die Art und Intensität der Arbeitssuche und deren Einfluss auf die Arbeitslosigkeitsdauer. Beide Komponenten hängen von Faktoren wie Bildung, Alter, Arbeitslosenversicherungsleistungen und der Zusammensetzung des Haushalts ab. Neben diesen „klassischen“ Variabeln ist es möglich, dass dieser Prozess auch von Faktoren wie Persönlichkeitseigenschaf-ten und sozialen Netzwerken abhängt, die normalerweise nicht beobachtbar sind.

Zusätzlich zu den amtlichen Datensätzen stützen wir unsere Analyse daher auf eine umfangreiche Befragung von arbeitslos gewordenen Erwerbstätigen. Die Betroffenen werden kurz nach dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit befragt und bis zu drei Jahre begleitet. Anhand dieser Daten lassen sich die individuelle Suchintensität, der Re-servationslohn, die relevanten Stellenangebote sowie die Fälle der erfolgreichen Wiederbeschäftigung untersuchen. Dabei werden auch Faktoren wie Risikoaversion, Kontrolleinstellungen und soziale Netzwerke berücksichtigt, was zu einem besseren Verständnis des Übergangsprozesses von Arbeitslosigkeit in Beschäftigung beiträgt. Die Identifizierung der Schlüsselfaktoren liefert wertvolle Informationen, die zur Ver-besserung der Beschäftigungschancen von Arbeitsmarktgruppen mit hohem Risiko für Langzeitarbeitslosigkeit, wie Älteren oder Geringqualifizierten, genutzt werden können.