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Konferenz zum Weltmarkt für Umwelttechnologien (27. September 2013)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veranstaltet am 27. September 2013 eine Abschlusskonferenz zum Thema "Der Weltmarkt für Umwelttechnologien: Brauchen wir eine neue Vorreiterpolitik?". Die umweltpolitische Vorreiterrolle Deutschlands wurde in der Vergangenheit mit First-Mover-Vorteilen begründet. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der deutschen Solarindustrie ist dies fraglich geworden. Im Rahmen des Förderschwerpunkts "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat das ZEW-Projekt LEAD MARKETS Konzepte zu First- und Second-Mover-Strategien untersucht. Die Ergebnisse aus den Fallstudien und die Politikstrategien hieraus sollen auf der Konferenz vorgestellt und diskutiert werden. An der Konferenz können bis zu 40 interessierte Personen teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldeschluss ist der 30. August 2013.

Weitere Informationen und Anmeldung

Die globale Diffusion von Umweltinnovationen

Eine nachhaltige Entwicklung kann nur mit weit reichenden Umweltinnovationen und ihrer raschen internationalen Penetration erreicht werden. Entscheidend hierbei ist die Entwicklung und Ausweitung von Lead Markets, auf denen die Erfahrungen gesammelt werden, auf deren Basis technologisches Lernen rasch ablaufen und damit auch die internationale Diffusion beschleunigt werden kann. Inzwischen bereiten sich auch Schwellenländer darauf vor, technologische Führerschaft zu übernehmen. 

Vor diesem Hintergrund müssen sich Volkswirtschaften strategisch positionieren. Die globalen Zusammenhänge erfordern es, Lead Market Potentiale nicht nur für Länder wie Deutschland oder für Staatengemeinschaften wie die EU aufzuzeigen, sondern auch die spezifischen Interessenlagen von nach- und überholenden Volkswirtschaften zu integrieren. In diesem Kontext müssen auch alternative Strategieoptionen zu einem First Moving geprüft werden, die bislang in der politischen Diskussion vernachlässigt wurden. So hat auch Deutschland in der Windenergie nicht als First Mover, sondern als Early Follower angefangen, um dann sukzessiv die Lead Market-Position zu übernehmen. Auch BRIC-Staaten wie China im Bereich Elektromobilität, Indien im Bereich Windenergie und Brasilien im Bereich Bioenergie haben sich in Teilbereichen zu ernstzunehmenden Wettbewerbern entwickelt. Diese offensive Herangehensweise grenzt sich von dem klassischen Verhalten der Entwicklungs- und Schwellenländern ab, denen typischerweise ein Verhalten als Late Follower (nach dem Kalkül „later abatement = faster abatement = cheaper abatement“) zugeschrieben wird.

Dieses Projekt wird durch die Förderinitiative "Wirtschaftswissenscfht für Nachhaltigkeit" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Projektbeginn: Oktober 2010
Laufzeit: 36 Monate

Kontakt

Dr. Klaus Rennings
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) GmbH
L7, 1
D-68161 Mannheim

E-Mail: rennings@zew.de
Tel: +49 (0)621 1235-207
Fax: +49 (0)621 1235-226